Siegerpose Frau Selbstverteidigung

Macht mich ein Selbstverteidigungskurs frei?

Einen Kampfsport erlernen oder einen Selbstverteidigungskurs belegen um sich endlich sicher zu fühlen? Leichter gesagt als getan und außerdem sollte es für mich als Frau nicht nötig sein, extra eine Sportart zu erlernen und regelmäßig zu trainieren, nur damit ich nächstes Jahr in Köln, oder jeder anderen Großstadt, entspannt Silvester feiern kann.
Und was soll ich machen wenn ich nicht sportlich bin und auch keine Lust habe es zu werden? Oder aus irgendeinem anderen Grund gar nicht werden kann? Kann ich mich dann erst wieder sicher fühlen, wenn ich den schwarzen Gürtel oder Boxhandschuhe trage? Wenn ich 20 Klimmzüge ohne Pause schaffe und jemandem ohne Mühe die Nase brechen kann?
Nein.
Ein Selbstverteidigungskurs, der nichts mit einer Kampfsportart zu hat, reicht vollkommen aus.

Es ist wichtig, sich verteidigen zu können?

Die aktuelle Nachrichtenlage für es uns regelmäßig vor Augen: Sich verteidigen zu können, ist sinnvoll. Nicht nur, weil man durchaus mal in gefährliche Situationen geraten kann, sondern auch um sich völlig frei zu fühlen. Wenn ich mich verteidigen kann, habe ich mehr Kontrolle über mich, meinen Körper und auch über meine Umwelt. Ich kann meine Angst überwinden. Sei es die Angst vor Fremden, vor dem Nachhauseweg bei Nacht oder einfach dieses unwohle Gefühl, das man manchmal bekommt, wenn man Teil einer großen Menschenmenge ist.
Ich kann sie vielleicht nicht für immer ausschalten (und das ist auch gut so, denn Angst ist ein durchaus berechtigtes und wichtiges Gefühl, das uns hilft zu überleben), doch ich kann sie kontrollieren. Ich kann lernen mit ihr umzugehen und sie in brenzligen Situationen richtig zu kanalisieren um mich zu verteidigen wenn es sein muss. Ich kann lernen die Angst vor der Verteidigung zu verlieren – wenn mich jemand angreift, dann darf und muss ich zurückschlagen, auch wenn alles in mir sagt, dass es falsch ist jemandem weh zu tun. Ich kann lernen eine unbedachte und panische Reaktion zu vermeiden uns stattdessen einen kühlen Kopf bewahren, wenn ich ihn am dringendsten brauche. Ich habe keine Angst mehr, weil ich überfordert bin, sondern ich weiß, was zu tun ist.

Wenn ich meiner Angst gegenüberstehen kann, dann kann ich alles schaffen.

Seien wir mal ehrlich: Oft ist es nur die Angst, die uns im Weg steht. Sei es nun im Job oder im Privatleben, aber auch in alltäglichen Situationen wie bei Nacht noch irgendwo hinzugehen – wir würden zwar gerne, trauen uns aber nicht.
Wer jetzt denkt, dass man breitschultrig, muskulär und absolut taff sein muss, um diese Angst zu überwinden, liegt allerdings falsch.
Ein Selbstverteidigungskurs hat nichts mit Kampfsport zu tun. Natürlich liegt man dort nicht auf der Couch und isst Chips, aber Chips retten dich auch nicht, wenn dich jemals ein Betrunkener angreift oder belästigt. Doch Selbstverteidigung, wie sie hier bei der WingTsun Schule Pusse gelehrt wird, ist bei weitem nicht so schwer, wie es zunächst klingt. In einem Selbstverteidigungskurs lernt zum Beispiel, wie man mit Alltagsgegenständen und vor allem vielen kleinen Tipps und Tricks, viel bewirken kann und sich vielleicht damit irgendwann einmal selbst das Leben rettet.
Und allein der Gedanke, dass ich mich selbst retten kann und keinen Märchenprinz auf seinem Pferd brauche, macht mich stolz. Egal ob ich Single bin oder nicht, ich bin gerne unabhängig. Frei.

Warum mir ein Selbstverteidigungskurs Freiheit verschafft. Und ich dafür weder Mut noch Muskeln brauche.

Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich mir um Übergriffe auf Frauen, egal welcher Art, keine Gedanken machen muss, weil wir alle gleichberechtigt sind und alle gemeinschaftlich auf Gewalt verzichten und in Harmonie leben. Die Realität sieht leider anders aus, wie uns die Medien und schreckliche Vorfälle immer wieder vor Augen führen. Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass wir alle gleichberechtigt sind, aber das heißt nicht, dass alle anderen das auch so sehen. Ich könnte nie jemandem wehtun, doch das heißt nicht, dass andere Skrupel dabei haben mich zu verletzten. Und deshalb ist es gut gewappnet zu sein, nur für den Fall. Damit es mir besser geht. Damit ich mich sicherer fühle. Damit ich keine Angst mehr habe.
Wenn man sich mit dem Thema näher auseinander setzt, wird man merken, dass es dafür gar nicht so viel bedarf. Weder Mut noch Muskeln. Es braucht nur die richtige Einstellung und das nötige Wissen. In Selbstverteidigungskursen können wir dieses Wissen erwerben, wir bilden uns weiter und können damit über uns selbst hinauswachsen. Wir brauchen kein jahrelanges Training, keinen schwarzen Gürtel oder stahlharte Muskeln wenn wir das richtige Wissen haben und es einsetzen können.

Es gibt also keinen Grund, es nicht wenigstens zu versuchen. Denn wer nichts versucht, wird auch nie zu dem Menschen, der er gerne wäre. Und ich wäre gerne frei. Und gleichberechtigt. Und furchtlos.
Dazu gehört zwar mehr, als zu wissen wo man einem Menschen auch ohne viel Kraftaufwand hinschlagen muss um ihn auszuschalten oder wie ich jemanden mit einer einfachen Zeitung überwältigen kann, doch es ist ein erster und auch ein großer Schritt in die richtige Richtung.

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